Stefan Reimer gewinnt 1. Pottcrit in Bochum

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Weniger als eine Woche noch bis zum Red Hook Crit in Barcelona. Genau die richtige Zeit also, um abzuklappern, wie die Konkurrenz drauf ist, wer stark auffährt und wer momentan etwas nach seiner Form sucht. Genau hierfür konnte das Pottcrit genutzt werden, was die Jungs von Fixedpott im Rahmen der Offenen Bochumer Stadtmeisterschaften organisiert hatten.

Der Kurs war eh abgesperrt und in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Bochum wurde kurzerhand ein Fixed Kriterium aus dem Boden gestampft, was bei so manch alteingesessenem Rennradfahrer für Kopfschütteln und beim Kommentartor für folgende Wortwahl sorgte: „Die sehen auch alle schon ziemlich gefährlich aus.“

“Gefährlich” wurde es dann aber erst auf der Strecke, denn die hatte es in sich. 1,5 Kilometer lang bestand das Rund aus so ziemlich genau zwei Dingen: einer Abfahrt, auf der viele der Fahrer bis zu 60 km/h erreichten und einer Steigung bis ins Ziel, die es mit knapp sechs Prozent in sich hatte – vor allem, wenn man die falsche Übersetzung gewählt hatte.

So dünnte sich das Feld auch ziemlich schnell aus, nachdem Jan Hoffmann vom Team Fixedpott die erste Runde für sich entscheiden konnte und andere Fahrer wie Stefan Reimer, Stefan Vis (Amsterdam) oder Thibaud Lhenry (Dijon) die Pace vor gaben. Die letzteren beiden konnten bereits ein Red Hook Crit für sich entscheiden, Lokalmatador Stefan Reimer machte dieses Jahr durch mehrere Siege, z. B. in Rotterdam und Hamburg auf sich aufmerksam.

Anspruchsvolle Strecke und drei Stefans auf den vorderen Plätzen

Einige Fahrer hatten mit der Strecke ihre Probleme und schieden entweder durch technischen Defekt aus oder mussten nach der x-ten Bergfahrt aufgeben. Erschwerend kam hinzu, dass viele Abschnitte des Kurses auf Kopfsteinpflaster gefahren werden mussten.

Damit mühten sich auch die drei Mädels ab, die an den Start gegangen waren. Sie sollten insgesamt 15 Runden absolvieren, die Männer 25. Beide Rundenzahlen wurden während des Rennens korrigiert, da es sich herausstellte, dass die volle Distanz für die meisten Fahrer zu viel war und das Feld so weit auseinander gezogen worden war, dass der Sieg zwischen zwei Fahrern ausgemacht wurde: Stefan Reimer und Stefan Vis. Als Dritter folgte Stefan Schott vom Team 8bar mit einigem Abstand.

Während bei den Frauen Natalie Simeons schon als Siegerin feststand, mühten sich die Männer noch ein paar Runden ab. In einem Kopf-an-Kopf-Finish konnte sich dann Fixedpott-Fahrer Stefan Reimer gegen Stefan Vis vom Team Amsterdam durchsetzen.

Autor: John-Sebastian Komander/ Finde ihn bei Google+

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